Segelflug
Segelflugzeuge brauchen keinen Wind zum Fliegen – sie fliegen auch bei Windstille. Genutzt werden vielmehr Aufwinde, deren Energie sich in Höhe oder Geschwindigkeit umsetzen lässt. Solche Aufwinde entstehen auf drei Arten: als Thermik, wenn die Sonne den Boden und die darüberliegende Luft erwärmt; als Hangaufwind, wenn Wind an einem Hang nach oben abgelenkt wird; und als Welle, wenn die Luft hinter einem Gebirge in großen, gleichmäßigen Schwingungen aufsteigt. Bei uns in der Vorderpfalz ist die Thermik die wichtigste Energiequelle.
Beim Start wird das Segelflugzeug mit einer Winde oder einem Motorflugzeug auf die sogenannte Ausklinkhöhe gebracht. Diese Höhe setzt es anschließend in Flugstrecke um. Damit es nicht gleich wieder landen muss, wenn die Ausklinkhöhe verbraucht ist, sucht der Pilot während des Fluges nach Thermik – durch Sonneneinstrahlung erwärmte Luft, die vom Boden aufsteigt. Durch ständiges Kreisen bleibt der Segelflieger in diesem Aufwind und steigt mit ihm in die Höhe.
Beim Streckenflug verbraucht er die gewonnene Höhe wieder, gleitet zum nächsten Aufwind, steigt dort erneut und gleitet weiter zum übernächsten. Auf diese Weise sind Flüge über mehrere Stunden und Hunderte von Kilometern möglich.
Findet sich kein Aufwind mehr, muss gelandet werden. Ist dann weder der eigene noch ein fremder Flugplatz in Reichweite, kommt es zur sogenannten Außenlandung: Der Pilot sucht sich ein ebenes Feld, auf dem er sicher aufsetzen kann. Viele moderne Segelflugzeuge verfügen heute jedoch über eine sogenannte Heimkehrhilfe – ein kleines, ausfahrbares Klapptriebwerk, das bei Bedarf das Flugzeug zum Flugplatz zurückbringt. So lässt sich eine Außenlandung in vielen Fällen vermeiden. Vor allem bei Wettbewerben mit langen Strecken kommt es dennoch immer wieder dazu. Anschließend wird das Segelflugzeug abgebaut, auf einen Anhänger verladen und zum Flugplatz zurückgebracht.
Streckenflug
Die anspruchsvollste Spielart des Sports ist der Streckensegelflug. Hier geht es darum, in einem einzigen Flug eine möglichst große, zuvor geplante Strecke zurückzulegen – häufig in Form eines Dreiecks, das wieder zum Ausgangspunkt zurückführt. Der gesamte Flugweg wird dabei über GPS-Logger aufgezeichnet und lässt sich so genau dokumentieren und vergleichen.
Für besondere Leistungen vergibt der Weltluftsportverband FAI international anerkannte Abzeichen in Silber, Gold und Diamant; Flüge über 500, 750 oder sogar mehr als 1.000 Kilometer an einem Tag zählen zu den großen Zielen vieler Streckenflieger. In dezentralen Vergleichswettbewerben messen sich zudem Vereine und einzelne Piloten miteinander, ohne dafür an einen gemeinsamen Ort reisen zu müssen – jeder startet von seinem Heimatflugplatz aus.
Wettbewerbe
Einmal im Jahr, über Christi Himmelfahrt und Pfingsten, richten wir an unserem Flugplatz das Dannstadter Vergleichsfliegen aus. Mehr Informationen erhältst du auf der Website des Wettbewerbs.
Kunstflug
Auch Segelkunstflug ist bei uns im Verein ein Thema und Flugmanöver wie Looping, Rückenflug, Rolle, Auf- und Abschwung, Turn sind mit unserer ASK 21 B möglich.
Unsere Segelflugflotte
Unsere Mitglieder profitieren von unserer modernen Segelflugflotte. In der Ausbildung und später im Strecken- und Kunstflug.









